Martina sitzt im Rollstuhl. Um ihren Alltag zu Hause leben zu können, nimmt sie persönliche Assistenz in Anspruch. Als Sandra bei ihr anfängt, tasten sich die beiden vorsichtig aneinander an und spielen sich langsam ein. 

Sandra führt die Bewegungen aus, die Martina machen will, aber nicht kann. Martina gibt die Anweisungen, Sandra folgt. Dabei muss sie die Waage halten zwischen respektvoller Zurückhaltung und stabilisierender Präsenz. Martina ihrerseits muss sich damit arrangieren von Hilfe abhängig zu sein. Permanent ringt sie darum, ihren Alltag selbst bestimmen zu können.

In der extremen Intimität, die wir erleben, wird zwischen der Zärtlichkeit der Gesten auch die Härte der Situation deutlich. Es ist ein fragiler Tanz zwischen Nähe und Distanz, der beiden viel abverlangt. 

Der Film befindet sich aktuell in der Festivalauswertung

 

Regie: Lenna Sopie Fichter, Janis Westphal

Kamera: Nina Kunz

Schnitt: Marisol B. Lima

Grading: Ben Packer

EINE HAND DIE ANDERE

Dokumentarfilm, 30 Min., 2020

©2020 by svnpks | Impressum

  • Facebook
  • Instagram
  • Vimeo